Come on and let it snow
von Sandra
Ich bin was Weihnachten angeht sehr unentschieden. Aber nachdem ich heute (fremde) Geschenke eingepackt habe, kam bei mir sowas wie eine weihnachtliche Stimmung auf, auch wenn es hier mehr regnet als schneit. Den Ansatz dieses Festes, also in sich gehen, mit der Familie zusammen sein usw., find ich in der Theorie ganz gut. In der Praxis ist er mit viel zu hohen Erwartungen, Geschenkestress und einem überlasteten Verkehrsnetz verbunden. Da bin ich dankbar, dass ich mich mit meinen Eltern mittlerweile wortlos darauf geeinigt habe, dass kein großes Zinnober gemacht wird von wegen Verwandte besuchen usw. Kirche fällt aufgrund der DDR-Vergangenheit eh weg. Aus Mangel an familiären Ritualen hab ich mir selbst welche geschaffen und diese sind natürlich popkultureller Art. Seit mindestens 8 Jahren gibt es jeden Heiligabend, jetzt auch auf DVD, die Weihnachtsgeschichte von Dickens mit den Muppets. Und jedes Jahr möchte ich aufs neue den kleinen verkrüppelten Frosch-Sohn von Kermit ein neues Zuhause geben. Der zweite Film, der in der Weihnachtszeit ein Muss ist, ist “Tatsächlich Liebe“. Da ist alles drin: Romantik, Witz, ehrliche Zuneigung, Schmerz, Trauer, großartige Schauspieler (Alan Rickman, Emma Thompson) und Szenen, wie diese. Zur Erklärung -- der junge Mann vor der Tür ist der beste Freund des Mannes der jungen Frau:
Aber ein Weihnachtsfilm wäre kein Weihnachtsfilm ohne die richtige Musik. Und da ist “Tatsächlich Liebe” sowas von weit vorne:
Für alle, die mal im Ruhrgebiet unterwegs sind: Mit ein wenig Glück seht ihr in der Essener oder Bochumer Innenstadt einen Straßenmusiker, der Bill Nighy aus dem Video oben verdammt ähnlich sieht und auch ähnlich singt.
In diesem Sinne: Frohes Fest!
Kommentare
Billy Mack! Ich hab ihn schon ewig nicht mehr gesehen. Nun komm ich auch so langsam in Weihnachtsstimmung, vielen Dank dafür!