Das langweilige Wissen vom unabwendbaren Ende
von Marcel
Ich habe vor kurzem Knowing gesehen. Klingt ja erst einmal nicht schlecht: Übernatürlichkeit, Weltuntergangsszenario, Nicolas Cage und eine mysteriöse Liste mit Daten und Infos über Katastrophen. Auch der Trailer lässt auf einen zumindest unterhaltsamen Film schließen.
Aber: der war so was von derartig mies, dass ich mir mehrfach währenddessen mit der flachen Hand vor die Stirn schlagen musste. Vertane Zeit, verloren, für immer. Schlafen wäre sinnvoller gewesen. Die Wand angucken produktiver. Das beweist wieder einmal eindrucksvoll, dass ein Regisseur (in diesem Fall von I, Robot – gut, ist jetzt auch keine wahnsinnig berauschende Referenz) aus einer wild konstruierten, völlig überzogenen Geschichte, die dabei noch nicht einmal im Mindesten selbstironisch ist, auch nix mehr machen kann.
Und weil die Geschichte so dämlich ist, verrate ich auch die Schlüsselszenen:
- Die Zahlen sind GPS-Koordinaten(!), Daten und Anzahl der Toten.
- Ja, die Welt geht drauf, als auf dem Zettel keine weiteren Zahlen stehen. “EE” steht für “Everyone Else”.
- Aliens retten die Menschheit. Echt jetzt.
Fazit: ich fühle mich von dem Film intellektuell beleidigt. Da ist selbst der überlangweilige Mega Shark vs. Giant Octopus besser. Ja, den habe ich gesehen. Das bereue ich übrigens immer noch. Aber nur, weil der Trailer so viel besser als der eigentliche Film ist.